Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Nationalpark der Karstgewässer

Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist ein einzigartiges geologisches und hydrogeologisches Karstphänomen. Der Komplex der Plitvicer Seen wurde am 8. April 1949 zum Nationalpark erklärt. Es ist der größte, älteste und meistbesuchte kroatische Nationalpark. Er ist eine bewaldete Berglandschaft mit 16 größeren und kleineren Seen von kristallklarer blaugrüner Farbe. Die Seen erhalten ihr Wasser von zahlreichen Flüssen und Bächen und sind durch Kaskaden und Wasserfälle miteinander verbunden. Die Travertinbarrieren, die in einem Zeitraum von etwa zehntausend Jahren entstanden sind, gehören zu den grundlegenden Besonderheiten des Parks. Die besondere geografische Lage und die spezifischen klimatischen Merkmale haben zur Entstehung vieler Naturphänomene und einer reichen biologischen Vielfalt beigetragen. Travertinablagerungen wurden vom Pleistozän bis heute in Dolinen und Senken zwischen den umliegenden Bergen gebildet. Die Oberen Seen im Süden bestehen überwiegend aus Dolomit, die Unteren Seen im Norden aus Kalkstein.

Weite Waldgebiete, die außergewöhnliche Naturschönheit der Seen und Wasserfälle, der Reichtum an Flora und Fauna, die Bergluft, die Kontraste der Herbstfarben, Waldwege und Holzstege und vieles mehr sind Teil eines einmaligen Ganzen, das auch die UNESCO 1979 zum Weltnaturerbe erklärte, als eines der ersten der Welt. Der Park ist je nach Schutzgrad in eine engere und eine weitere Zone unterteilt. Er liegt im Gebiet zweier Gespanschaften: 91 % des Parks liegen in der Gespanschaft Lika-Senj und 7 % in der Gespanschaft Karlovac.

An den Plitvicer Seen befindet sich auch die Quelle des Flusses Korana, der aus dem Wasser der Seen gespeist wird. Das Klima im Nationalpark ist gemäßigtes Gebirgsklima.

Die ersten ernsthaften Anfänge des Tourismus an den Plitvicer Seen stammen aus dem Jahr 1861. Am blutigen Ostern 1991 fiel an den Plitvicer Seen der erste kroatische Verteidiger, Josip Jović. Im Jahr 2011 gab es zum ersten Mal in der Geschichte dieses Nationalparks mehr als eine Million Besucher.

Viele Forscher haben zur Kenntnis und Entwicklung der Plitvicer Seen beigetragen, unter ihnen ragt besonders Ivo Pevalek heraus, dem auch eine Gedenktafel errichtet wurde.

Plitvicer Seen, Wasserfälle und Holzstege
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